Besuch mit Führung "Innmuseum Rosenheim"        - 24.10.2026 -

Aufgrund des Interesses beim Vortag zur Innschiffahrt im März nahm der Bürgerverein Happing das Angebots von Herrn Horst Barnickl (ehemaliger Leiter Wasserwirtschaftsamt Rosenheim) für eine Führung durch das Innmuseum Rosenheim gerne an.

 

Das Innmuseum gehört zum Wasserwirtschaftsamt Rosenheim und feierte heuer mit mehreren Veranstaltungen sein 40-jähriges Jubiläum.

16 Teilnehmer folgten gespannt den kompetenten Ausführungen von Herrn Barnickl.

 

Der Inn entspringt im Engadin aus dem Lunghinsee, der auf 2.484 m Höhe liegt. 517 km lang ist sein Weg bis zur Mündung in die Donau in Passau.


Herr Barnickl erklärte u.a. die Veränderungen des Flusslaufes im Laufe der Zeit. Der Gebirgsfluss mit vielen Nebenarmen musste aufgrund der Hochwassergefahr begradigt werden. Seit einigen Jahrzehnten arbeitet man wieder an Renaturierungen.

 

Zahlreiche Ausstellungsstücke zeugen von den Mühen der Innschifffahrt.
Glaube und Brauchtum der Schiffsleute werden hier lebendig und verdeutlichen die Gefahren und Mühen, denen die Menschen auf dem Inn ausgesetzt waren.

In der „Schopperstatt“ sind die Werkzeuge für den Bau der Schiffe zu sehen und es wurde erklärt, wie die Zillen und Plätten gebaut wurden.
Das Kuchlschiff, das im Innmuseum in Originalgröße nachgebaut und ausgestellt ist, war das kleinste Schiff eines Treidlzugs, mit dem die Waren auf dem Inn transportiert wurden.
Anhand des Modells eines kompletten Treidlzugs erläuterte Herr Barnickl den Aufbau und die Arbeitsweise des Schiffzugs. Nur für kurze Zeit gab es auf dem Inn ein Dampfschiff.
Die Innschifffahrt verlor durch den Bau der Eisenbahn Mitte des 19. Jahrhunderts ihre Bedeutung und wurde eingestellt.
Damit endete die 2000 jährige Geschichte der Innschifffahrt.

 

Im Freigelände besichtigten wir – leider bei kalten Regenschauern - die 1877 gesunkene und 1990 gehobene und rekonstruierte Plätte mit Zementfässern.
Das Innmuseum war den Besuch wert und wir bedanken uns für die lehrreiche und kurzweilige Führung bei Herrn Barnickl.

Wer Interesse an näheren Einzelheiten zum Museum hat, kann sich auf Youtube ein Video vom Bayerischen Umweltministerium zum Innmuseum ansehen.
https://youtu.be/GPOJPHAVXSk?si=0ghhRzd612PxPER1

 

gez. K. Rosen-Hiltl

 

Quellenhinweise Fotos:

https://www.wwa-ro.bayern.de/themen/inn_museum/index.htm

Kristina Rosen-Hiltl